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Montag, 9. Mai 2011

Zukunftsmusik

... Wenn es ums Pferdenamen auf Fliegenmasken sticken, Kuscheltiere nähen oder Schlittengeschirr basteln geht, ist man bei Jasmine an der richtigen Adresse. Bei soviel kreativem Talent könnte man auf Waldorf-Schule oder Kunstpädagogen-Mutter tippen. Beides trifft bei Jasmine nicht zu... Und auch das jüngste Produkt aus Jasmines Feder verrät nichts über ihre Herkunft. Nein, nähere Architekten-Verwandtschaft gibt nicht:


Folgender Text war diesem Bildchen in meinem Mailfach beigelegt:
"Hallo Kira, Du wirst sagen, ich hab'n Vollhau, aber zu meinen Gunsten wende ich ein, dass ich das anhängende Kunstwerk anstelle der Bügelwäsche kreiert habe...Falls Du gerne bügelst, stelle ich Dir letztere gern zur Verfügung!"

Für Menschen ohne räumliches Denkvermögen:
Bei der Skizze handelt es sich um eine eventuelle, mögliche, unter Umständen irgendwann einmal vielleicht realisierbare Paddockerweiterung. Mit der Erweiterung würden gleichzeitig Stuten und Wallach getrennt werden oder zwei gemischte, harmonische Gruppen in zwei Paddocks Platz finden.

Und warum diese Zukunftmusik gar nicht mehr so abwegig ist, verrate ich im nächsten Post. Eins vorweg: Nein, im Lotto habe ich nicht gewonnen...

Mittwoch, 23. Februar 2011

Es gedeiht ein neues Projekt in der Ideenschmiede



Sonntagmorgen 11.30h:
Familie Limbrock klebt noch am Küchentisch und kann sich nicht so recht von der morgendlichen Gemütlichkeit zwischen leeren Eierschalen, Brötchenkrümeln, halb vollen Tassen und dem Gesäusel aus dem Radio losreißen - da schellt es an der Tür. Harvey, der irgendwas wollte (was, weiß ich auch nicht mehr). Frischer Kaffee und Tee werden aufgesetzt, die Tassen werden wieder aufgefüllt und wie selbstverständlich landen die ersten braunen Flaschen mit gerstenhaltigem Inhalt auf dem Küchentisch (Zitat Unbekannt: "Heute könnte ja auch Karneval in Lippborg sein, dann würden wir jetzt auch schon das erste B*** zischen"). Fünf Minuten später klingelt es das nächste Mal an der Tür: Stefan, der auch irgendwas wollte oder auch nicht...

...Ja und irgendwie fielen irgendwann die Worte "Sommer", "Reitplatz" und "neuer Sand"...und schon war die Idee im Geburtskanal: Sommerolympiade auf dem Ilmerhof!
Mit Beachvolleyball, dem Wikingerspiel Kubb, Wasserbombenmassaker, Monster-Grillsession und anderen Herrlichkeiten.

Wir werden zeitnah berichten!

P.S.: Ich brauche dringend Sommer!

Sonntag, 28. November 2010

Der Tag danach...

...ist meist eine Mischung aus glücklich machender Erinnerung, etwas Wehmut und Reflexion. Manchmal erlebt man den Tag danach sogar noch intensiver und deutlicher und das Erlebte vom gestrigen Tag kommt einem total unwirklich und fern vor.


Der gestrige Tag hat unsere Erwartungen komplett übertroffen. Niemals hätte wir mit soviel positivem Feedback, soviel netten Worten und ehrlicher Anerkennung unserer Arbeit rund um den Weihnachtsmarkt gerechnet. Es ist schön, zu merken, dass unser Detailliebe keine Pedanterie ist, sondern ernsthaft geschätzt wurde.



120-150 Gäste hatten wir auf dem Weihnachtsmarkt. Zeitweise waren es über 100 Gäste, die sich gleichzeitig auf unserem Ilmerhof Weihnachtsmarkt an Langos, Bratwürsten, Pilzen in Knoblauchsauce, Waffeln, Glühwein, Eierpunsch, Weihnachtsdeko und guten Gesprächen erfreut haben.

Die ersten Gäste

Plausch vor Simones Lädchen






Neben dem klassischen Weihnachtsmarktfirlefanz konnten die kleinen Besucher Weihnachtswichtel bemalen, Wunschzettel basteln und eine Runde zu den Ponies geführt werden. Bei Oma Gerda in der Plätzchenstube gab es Kaffee, Waffeln und drei Sorten selbst gebackene Plätzchen (Spritzgebäck, Schokohupferl, Knusperplätzchen). Eine tierische Flugshow präsentierten Stefan und Jari mit Stefans Harris-Falken Harry und Potti. Auf dem Reitplatz zeigten Jari und Stefan, wie die zwei gefiederten Jagdhelfer auf Zuruf von einem Arm auf den nächsten flogen.

Linn in der Mitte bei der Pony-Exkursion erklärt in Kurzform das Phänomen "Islandpferd"




Stimmung wie unterm Weihnachtsbaum kam auf als die vielen Wichtelgeschenke untereinander ausgeteilt wurden. Sehr erfreulich war auch hier die große Teilnahme der Besucher an dieser Aktion. Vor allem die kleinen Weihnachtsmarkt-Gäste hatten dem Wichteln entgegen gefiebert.


Der wohl feierlichste und andächtigste Moment war aber wohl der, als Vikar Schmidt am Abend bei Lagerfeuer und Kerzenlicht unsere Islandpferde gesegnet hat. Begonnen wurde die ökumenische Zeremonie mit dem Adventslied "Macht hoch die Tür", danach folgte der Segensspruch und die Segnung der Pferde. Ausgeklungen wurde die Messe mit "Wir sagen euch an den lieben Advent" und "Tochter Zion".





Bis halb drei nachts brannte das Lagerfeuer auf dem Ilmerhof umzingelt von Glühwein trunkenen Weihnachtsmarktbesuchern.


Die letzten Pilze werden von Stefan, Dennis und Hawey in die Pfanne gehauen

Denise und Ulli in der Bastelstube, dem eigentlichen "Reiterwohnzimmer" beim Wichtel bemalen
Steffi, Topher und Laura am hüftfreundlichen Langosstand

Der letzte harte Kern am Lagerfeuer


Auf die Frage des letzten Blogeintrags weiß ich jetzt auch eine Antwort: Wir sind positiv bescheuert und das ist auch gut so!

Ob es nächstes Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt geben wird, steht noch nicht fest. Heute beim Abbau wurde nämlich die Idee eines Ilmerhof Schützenfestes geboren... Wir werden berichten :-)

Samstag, 27. November 2010

"Sind wir denn eigentlich bescheuert"

...lautete gestern der wohl meist gesprochene Satz während des Weihnachtsmarkt-Aufbaus.

Direkt nach dem Frühstück hat sich Andra schon an ihr neues Hobby begeben: Gebrannte Mandeln. 2 Kg Mandeln und wahrscheinlich genauso viel Zucker fanden im heißen Kochtopf zu einer köstlichen Symbiosen zusammen. Denise und ich haben die karamellisierten Nüsse anschließend verschlossen und die Tütchen dekoriert. Um ein bisschen beim Motto zu bleiben haben wir sie "Jólamöndlur" genannt (isländisch: Weihnachtsmandeln).

Liebevoll werden die Zuckernüsse von Andra abgezählt und verpackt
Hier entstehen die Etiketten in Adobe Illustrator: Ein Hoch auf mein ganzheitliches Studium, dass ich dort auch solche grafischen Kenntnisse erlangen durfte!

Denise verschließt die Tütchen und dekoriert sie mit einer Schleife, einem Tannenzweig und dem Schildchen "Jólamöndlur"

Um halb drei traf dann auch der Rest der Bagage auf dem Ilmerhof an. Stefan und Simone mit einem sonderbaren Holzwohnwagen an der Anhängerkupplung, der sich später - nicht wie die aufgeregten Ponies vermutet hatten als Pferdeanhänger, sondern als eine der Holzhütten für den Weihnachtsmarkt entpuppte.

Ich könnte jetzt natürlich noch die ganzen weiteren Arbeitsschritte des Tages aufzählen, aber das wäre erstens zu viele und zweitens zu langweilig. Soviel soll aber verraten sein. Der ganze Ilmerhof-Innenhof wurde mit Lichterketten illuminiert, zwei Holzhütten für Getränke und kalorienreiche Köstlichkeiten grenzen den Hof gemütlich ein. Die Remise, in der sich sonst das "Reiterwohnzimmer" und die Anbindebalken für die Ponies befinden wurde zur Sitzecke und Bastelstube für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher umfunktioniert, außerdem erhielt Simone ein ganz eigenes Abteil unter der Remise für ihr Lädchen. Simones Lädchen umfasst herzliches, schönes, liebesvolles, kreatives und weihnachtliches Gedöns. Angefangen von Adventsgestecken über warme Accessoires wie Schals und Stulpen bis hin zu genähten Habseligkeiten.

Simone dekoriert liebevoll ihr Lädchen... Mir grault jetzt schon vor dem Moment, wenn wir ihr sagen müssen, dass das Lädchen nicht dauerhaft bleiben kann...

Anschließend wurde der Hof noch mit Tannengrün, Schleifen und Sternen geschmückt. Den Ausklang fand der Abend an Stefans berüchtigten Feuerschale mit Gerstenschorle und einem riesigen Topf Grünkohl-Eintopf.

Jasmine hat das professionelle Schleifenbinden von Antje gelernt und geht sofort in die Massenproduktion


Wir freuen uns auf den heutigen Tag wie Bolle und sind gespannt, was er bringen mag.
Wir sind echt bescheuert....

Mittwoch, 17. November 2010

Hoch die Tassen!

Ich habe eindeutig meinen Beruf verfehlt - Ich bin nämlich eigentlich der geborene Akkord-Arbeiter! Perlen aufsticken in einem indischen Hinterhof, Kugelschreiber zusammendrehen an einem deutschen Wohnzimmertisch ( alternativ auch Kabel bekleben, Simone ;-)) oder Krabben pulen in Marokko... all das sind meine wirklichen Berufungen. Die hat doch nicht alle Tassen im Schrank, werden manche zu Recht denken:


50 Glühweintassen habe ich in den letzten Tagen bemalt und ich kann mich an jede einzelne erinnern. Beim letzten Pinselstrich ist mir sogar eine kleine Wehmutsträne in die Tasse gekullert. Aber keine Angst - vorm Weihnachtsmarkt auf dem Ilmerhof am 27.11. werden die Keramikkübel noch mal durchgewaschen.



Donnerstag, 3. Juni 2010

Größenwahn II / Zersiedelung

Die Nachbarn gucken schon komisch... obwohl...nein, die gucken eigentlich immer komisch ;-)
Herr der Schränke, Stefan, hat eine neue 2-Zimmer-Wohnung angeschleppt. Wir befürchten ernsthaft, dass man für diesen Schrank eigentlich eine Baugenehmigung braucht. Ferner besteht die Gefahr, dass man uns Zersiedelung vorwirft. Bevor uns einer der Nachbarn anschwärzt, nehme ich den ersten Satz lieber wieder zurück: Nein, ihr guckt natürlich nicht komisch...


Der neue Schrank verfügt übrigens über zwei Stockwerke und zwei Eingänge ( vorne und hinten).
Sollte Andra ernsthaft einen Studienplatz in Münster bekommen, aber keine Wohnung, kann sie es sich ja in dem Schrank gemütlich machen. Irgendwo auf dem Campus ist sicher noch ein Plätzchen. Größentechnisch müsste sich außerdem ein Dixi-Klo gut daneben machen... Die Frage ist nur, ob das dann aus ästhetischen Gründen auch eine Glastür bekommen würde ;-)





Sonntag, 9. Mai 2010

Größenwahn

Begehbare Kleiderschränke sind out! Sattelschränke mit eingebautem Wohnbereich sind in!
Sattelschrankdealer Stefan hat sich mal wieder selbst übertroffen. Linns und Pias Sattelschrank ist schon schick. Der von Simone ist gigantisch und hat eine riesige Glastür (hat den Zweck, dass man immer Ordnung halten muss). Ständkers Sattelschrank ist die schmalere Ausgabe von Simones - aber die haben bisher auch ERST ein Pferd.....aber Denises Schrank schlägt alle!

Böse Zungen behaupten, sie wolle mit dem monströsen Möbelstück ihre mangelnde Größe und die ihres Pferdes kompensieren. Andere wiederum vermuten, dass Denise nun endgültig auf den Ilmerhof ziehen will... Wir werden berichten!




P.S.: Mein Schrank ist klein und braun :-( ...und ohne schicke Panzerglastür...aber ich bin ja auch groß und unordentlich...